Caprica-City-Forum: Season 1.0 - Das Zwischenfazit - Caprica-City-Forum

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Season 1.0 - Das Zwischenfazit

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Welche Charaktere bzw. Arcs haben dir gefallen?

  1. Daniel Graystone (15 Stimmen [13.64%])

    Prozentsatz der Stimmen: 13.64%

  2. Joseph Adama (6 Stimmen [5.45%])

    Prozentsatz der Stimmen: 5.45%

  3. Amanda Graystone (7 Stimmen [6.36%])

    Prozentsatz der Stimmen: 6.36%

  4. Clarice Willow (4 Stimmen [3.64%])

    Prozentsatz der Stimmen: 3.64%

  5. Zoe Graystone / Zoe-A (9 Stimmen [8.18%])

    Prozentsatz der Stimmen: 8.18%

  6. Lacy Rand (6 Stimmen [5.45%])

    Prozentsatz der Stimmen: 5.45%

  7. Sam Adama (13 Stimmen [11.82%])

    Prozentsatz der Stimmen: 11.82%

  8. Cyrus Xander (Daniels Assistent) (2 Stimmen [1.82%])

    Prozentsatz der Stimmen: 1.82%

  9. William Adama (2 Stimmen [1.82%])

    Prozentsatz der Stimmen: 1.82%

  10. Philomon (4 Stimmen [3.64%])

    Prozentsatz der Stimmen: 3.64%

  11. Tamara Adama / Tamara-A (8 Stimmen [7.27%])

    Prozentsatz der Stimmen: 7.27%

  12. Jordan Duram (GDD-Ermittler) (4 Stimmen [3.64%])

    Prozentsatz der Stimmen: 3.64%

  13. Tomas Vergis (15 Stimmen [13.64%])

    Prozentsatz der Stimmen: 13.64%

  14. Ruth (Oma Adama) (4 Stimmen [3.64%])

    Prozentsatz der Stimmen: 3.64%

  15. Keon Gatwick (Lacys STO-Freund) (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  16. Barnabas Greeley (5 Stimmen [4.55%])

    Prozentsatz der Stimmen: 4.55%

  17. Evelyn / Emmanuelle (3 Stimmen [2.73%])

    Prozentsatz der Stimmen: 2.73%

  18. Baxter Sarno (3 Stimmen [2.73%])

    Prozentsatz der Stimmen: 2.73%

  19. Priyah Magnus (Daniels PR-Expertin) (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  20. Heracles (Tamaras NCC-Freund) (0 Stimmen [0.00%])

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Zur Mitte der Halbstaffel änderten sich der Stil und die Schwerpunkte. Dadurch wurde die Serie

  1. deutlich besser (1 Stimmen [5.88%])

    Prozentsatz der Stimmen: 5.88%

  2. etwas besser (5 Stimmen [29.41%])

    Prozentsatz der Stimmen: 29.41%

  3. weder besser noch schlechter (7 Stimmen [41.18%])

    Prozentsatz der Stimmen: 41.18%

  4. etwas schlechter (0 Stimmen [0.00%])

    Prozentsatz der Stimmen: 0.00%

  5. deutlich schlechter (4 Stimmen [23.53%])

    Prozentsatz der Stimmen: 23.53%

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#1 Mitglied ist offline   Pedda 

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28. März 2010 um 22:25 Uhr

Season 1.0 - Das Zwischenfazit


Knapp ein Jahr nach dem Release des Pilotfilms zeigte Syfy am Wochenende das Finale der ersten Halbstaffel, "End of Line" (1.09). Ich finde, das ist eine gute Gelegenheit für eine allgemeine Diskussion über die Qualitäten und Mängel von "Caprica".

Wie fandet ihr die ersten Folgen insgesamt? Welche Arcs und Charaktere haben euch am besten gefallen? Wurden eure Erwartungen enttäuscht, erfüllt oder gar übertroffen?

War es aus eurer Sicht richtig, dass die Produktion zur Mitte der Halbstaffel unterbrochen und das Konzept geändert wurde? Die Produzenten hatten ja u.a. entschieden, einige Aspekte, Arcs und Charaktere (vorerst) fallen zu lassen und selbst die verbliebenen Arcs nicht mehr zwingend in jeder einzelnen Folge aufzugreifen...
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#2 Mitglied ist offline   Ritti 

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29. März 2010 um 07:44 Uhr

Qualitäten:
-tolles Weltdesign und dichte Atmosphäre (vor allem New Cap City)
-tolle Charaktermomente
-überwiegend gute bis sehr gute Leistungen des Cast: allen voran Stoltz, Malcomsen und Roiz, sowie Toressani, die zwar wenig zu tun hat aber das wenige gut rüberbringt siehe Ghosts in the Machine)
-Bear McCrearys Musik!!!
-kreative Einblicke in den Seelenleben eines Blechzylonen
-bisher kein Mystikzauber!
-einzigartige skurrile Momente mit Kultfaktor (Varietéclub in NCC)


Schwächen:
-schlechtes Timing der Folgen mit Blick auf den wöchentlichen Serienrhythmus. Einiges wirkt gepresst, anderes total überdehnt
-zuviele Arcs pro Folge
-wenig Highlights im Sinne von radikalen Cliffhangern
-unheimlich langsamer Storyfortschriitt
-undurchdachte und schlechte Charaktere (Lacy / Clarice) und halbgare Storyarcs wie (STO / GDD)
-SFX von sehr schwankender qualität, die bei BSG noch funktionierten, gegen ein real world setting jedoch nicht mehr mithalten können.

Müsste ich nach dem wöchentlichen Turnus Punkte vergeben wären es momentan 7 / 10.
Im One-Go Trim schauts etwas besser aus, da die wartezeit auf einen weiteren geringen Fortschritt entfällt. Hier würde ich grad noch 8/10 vergeben.


Added: Die Characters in der Einzelkritik:

Daniel Graystone - der wichtigste Char, der die Serie Zusammenhält. Er ist das was "The Old Man" in BSG war. Gut gespielt und mit vielen guten Cherszenen versehen.

Joseph Adama - für mich bisher die Enttäuschung der Serie. Anfangs böser Mafia-Typ, am Ende aber nur ein sabbernder Jammerlappen. So hatte ich mir Jo Adama aus den BSG Erzählungen nicht vorgestellt, wo er als gerissener Anwalt von Gottes Gnaden dargestellt wurde und für mich mehr wie ein Patriarch rüberkam der über seine Familie mit eiserner Hand regiert.

Amanda Graystone - Anfangs mochte ich sie nicht, weil "Typ glatte elitäre Karrierefrau". Zum Glück wurde das nach dem Piloten sehr schnell gebrochen. Spätestens ab Gravedancing hatte ich sie liebgewonnen. Der Auftritt in Sarnos Show und die Taxifahrt mit Sam Adama waren die Highlights. Zuletzt dann der Absturz...Leider wurde die Alkohol und Drogenexzesse etwas zu sehr ausgedehnt im Vergleich zum Rest der Episoden. Somit litt der Char unter dem unausgegorenen Timing. Am Ende wars damit für mich ein SO-SO Char.

Clarice Willow - bisher ein Totalausfall. Polly Walker in allen Ehren. Aber hier hat man im Writers Room total versagt. Nichtssagend, Richtungslos, völlig Steril. In Clarice sammeln sich die Schwächen von Caprica wie in einem Becken!

Zoe Graystone / Zoe-A - Wenig zu tun,da Gefangen in einem Roboter. Trotzdem für mich einer der Besten Charaktere, weil sich aus der Konstellation "Mensch im Roboter - aber keiner weiss es" schon so manche pikante Szene ergeben hat. Sorgt also immer wieder für Zündstoff die kleene. Darüber hinaus macht Madame Torressani als Fembot eine richtig gute Figur. Ich mag auch die leicht rauchige Stimme total!

Lacy Rand - Nach Clarice der zweite Totalausfall der Serie. Lacys Parts wurden offnebar so übel zusammengeschnitten, dass ausser Kniestrümpfen, einem permanent verstörten Gesichtsausdruck und einem gelegentlichem "denk yü" (schottin?!) nix hängen blieb. Bisher eigentlich nur eine auffälige Szene, als sie den Typen auf dem Schulhof umreisst. Danach kam nix mehr!

Sam Adama - Der heimliche Star der ersten 4 Folgen mit dem Höhepunkt "Taxifahrt". Anschließend wie so manch anderer Char, aus den Augen verloren. Schade! Aber Sam Adama hat noch Potential

Cyrus Xander (Daniels Assistent) - taucht immer mal wieder auf. Ein typischer Supporting Char.

William Adama - hatte seinen besten Moment in der Steinwurfepisode. Darüber hinaus bleibt bei young Willie immer die Frage "und das soll mal der Große Bill Adama werden?!". Zumindest die gute Beziehung zu seinem Onkel ist im Verlauf zum späteren BSG, wo Bill öfter von seinem Onkel spricht, konsistent. Die Beziehung zum Papa hätte ichmir aber anders vorgestellt. Ich hätte wie gesagt eher gedacht, dass Daddy ein strenger Vater sei. Momentan siehts aber eher so aus, als ob Willie mit ihm nicht klarkommt weil Jo Adama ein Idiot ist!

Philomon - der Laborkittel von Daniel Greystone. Ein netter Typ, der aber Probleme mit realen Frauen hat -sprich, keine Abbekommt. Seine Unsicherheit wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Philomon diente ab und an als Trigger für die heiteren Momente (beispiel: von Daniel beim Cyberdate erwischt...) Von daher einer der guten Nebenchars.

Tamara Adama / Tamara-A - Anfangs ein totales Fragezeichen, dann für eine Folge der Überchar schlechthin, dann wieder ein wandelndes Fragezeichen. Mehr als ein "cooler Character" vermag ich hier noch nicht zu sagen. Rein Optisch dagegen durchläuft Tammy eine Wandlung vom Aschenputtel zur Dark Queen of NCC. Mei war ich froh als man sie aus diesem widerlichen Kartoffelsack befreit hat!

Jordan Duram (GDD-Ermittler) - Ein Nebencharakter der bisher ins Leere lief. Ausser ein bisschen Polizeiterror zu veranstalten hat er noch nichts Nennenswertes geleistet. Da besteht Nachholbedarf.

Tomas Vergis - ein großartiger Gegenspieler für Greystone. Ein Bösewicht mit Stil und Charakter. Pyper-Ferguson gibt den schleimigen Unsympathen auch richtig gut!

Ruth (Oma Adama) - kann ich gar nichts mit Anfangen! Die Frau ist schlecht gecastet. Wirkt rein ethnisch schon nicht so, als gehöre sie zur Familie!

Keon Gatwick (Lacys STO-Freund) - braucht kein Mensch!

Barnabas Greeley - beim ersten Auftritt blass im Zweiten Anlauf ein herrlich fieser Badass. Da darf gerne mehr von kommen!

Evelyn / Emmanuelle - geile Lackstiefel! Das wars dann aber auch bisher. Trat in real-Caprica noch nicht ausreichend in Erscheinung um etwas verbindliches drüber zu sagen.

Baxter Sarno - gab ein tolles Abbild von Jay Leno ab. Aber ob der nochmal auftaucht?!

Priyah Magnus (Daniels PR-Expertin) - bester Moment: das umgekippte Wasserglas! Ansonsten gefiel mir Frau Carro als leicht pummeliger Viper-Jock besser als im Business Dress.

Heracles (Tamaras NCC-Freund) - der Herr mit dem Vogelgesicht. Ob wir den nochmalwiedersehen? Nach einer brauchbaren Folge war ja praktisch schon wieder Schluss...
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#3 Mitglied ist offline   tubbacco 

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29. März 2010 um 08:22 Uhr

Beitrag anzeigenPedda, on 28.03.2010, 22:25, said:

War es aus eurer Sicht richtig, dass die Produktion zur Mitte der Halbstaffel unterbrochen und das Konzept geändert wurde? Die Produzenten hatten ja u.a. entschieden, einige Aspekte, Arcs und Charaktere (vorerst) fallen zu lassen und selbst die verbliebenen Arcs nicht mehr zwingend in jeder einzelnen Folge aufzugreifen...

Aha, da hatte ich wohl von produktionstechnischer Seite etwas nicht mitbekommen. Würde natürlich erklären, wieso Folge 6,7 und 8 eher mäßig auf der Handlungseben waren. Nein, ich finde man hätte den Rhytmus wie am Anfang beibeahlten sollen, anstatt den Fokus auf wiederum einen zeitintensiven Handlungsstrang pro Folge, der im schlechtesten Fall zu viel Zeit einnimmt, wenn er miich nicht interessiert.

Insgesamt sehe ich Caprica weiterhin mit einem zwiespältigem Gefühl nach. Einseits gibt es fantastische Möglichkeiten in diesem Setting, andererseits fängt man schon wieder an, die gleichen Fehler wie bei BSG zu machen: Strecken bis zum Gehtnichtmehr (und das schon nach 9 Folgen :mrgreen: ), wirre Handlungen, Fokusverlagerung von Folge zu Folge (kann man positiv als auch negativ sehen) und so manch unnötig peinliche auf witzig gedachte Szene.

Es gibt in jeder Serie produktionstechnische Schwierigkeiten, aber Caprica stünde es meiner Meinung nach besser, wenn man einen starken Leadwriter hätte, der zumindest die erste Staffel stringend durchkomponiert haben müsste. Dann würde es wohl weniger Folgen geben, die sich im Larifari verheddern würden. Ansonsten stimme ich Ritti in fast allen Punkten zu.
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#4 Mitglied ist offline   wrath-of-math 

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29. März 2010 um 09:03 Uhr

Ritti hat eigentlich in allen Punkten den Nagel auf'n Kopf getroffen. Selbst der Kritik zur armen Lacy muss ich zähneknirschend zustimmen.

Bestimmte Story-Arcs für eins-zwei Folgen ausfallen zu lassen, um der restlichen Handlung mehr Luft zu geben, ist ja an sich keine schlechte Idee. Bei LOST funktioniert das ja auch, nur hat man es dort von Anfang an so gehandhabt. Bei Caprica wurde aber was ganz anderes gemacht: Bestimmte Handlungsstränge und Charaktere wurde vollkommen vernachlässigt, um die freigewordene Zeit mit träger Irrelevanz zu füllen. So haben wir nun eine Halbstaffel, in der die erste Hälfte an überbordender Fülle fast zu ersticken drohte, und die zweite Hälfte plötzlich einige der präsenzstärksten Charaktere (Sam, Duram, das Großmutter-Monster) völlig links liegen ließ um sich gepflegter Langeweile zu widmen.

Oder anders ausgedrückt: Die erste Hälfte war planlos aber spaßig, die zweite Häfte planlos und öde. Schade.
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#5 Mitglied ist offline   haloterm 

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29. März 2010 um 09:59 Uhr

Zitat

So hatte ich mir Jo Adama aus den BSG Erzählungen nicht vorgestellt, wo er als gerissener Anwalt von Gottes Gnaden dargestellt wurde und für mich mehr wie ein Patriarch rüberkam der über seine Familie mit eiserner Hand regiert.


Ja, das stimmt. Aber das wird z.T. aus der Sicht von seinem Enkel deutlich. Ich vermute, Joseph ist in Caprica so Mitte dreißig. Mehr als genug Zeit, sich zum Patriarchen zu entwickeln. :mrgreen:

Den anderen Urteilen würde ich im Wesentlichen auch zustimmen.


Generell ... halte ich es aber für problematisch, nach 9 Folgen das zu tun, was man früher nach einer kompletten Staffel gemacht hat, nämlich ein Fazit zu schließen und damit vielleicht auch innerlich mit dem Ganzen ABzuschließen. Natürlich verleitet SyFy einen dazu und das ist ziemlich blöd.

In früheren Serien war es selbstverständlich zu sagen "okay, 1. Staffel und Anfang der 2. waren richtig übel, aber danach wurde es geil" (siehe ST: TNG oder Babylon 5)
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#6 Mitglied ist offline   Guido 

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29. März 2010 um 10:04 Uhr

Beitrag anzeigenPedda, on 28.03.2010, 23:25, said:

Ich finde, das ist eine gute Gelegenheit für eine allgemeine Diskussion über die Qualitäten und Mängel von "Caprica".

Alles in allem gefällt mir Caprica. Ich sehe die Serie gerne, habe bereits meine Lieblingscharaktere/Storyarcs, und mache mir Gedanken wie alles wohl weitergeht.

Die Qualitäten der Serie sehe ich in den schauspielerischen Leistungen, den vielen Locations (es wird allgemein visuell recht viel geboten), der Art & Weise wie diese neue (alte) Welt im BSG Universum Stück für Stück aufgebaut wird, dabei aber trotzdem alles sehr realistisch (dank vieler Bezüge zu unserer Realität) wirkt, die Regie, den Schnitt, sowie die Musik braucht man eigentlich auch gar nicht noch extra positiv erwähnen. Wie schon BSG, schafft es Caprica emotional zu bewegen.

Jetzt mal zu den Mängeln. Ich denke der Serie fehlt momentan noch ein richtiges Profil. Was ist es denn nun genau, bzw. was möchte die Serie sein? Für den "normalen" TV Zuschauer ist das denke ich nicht wirklich erkennbar, denn Caprica präsentiert sich wie ein kunterbunter Mix der verschiedenen Genre. Mir persönlich gefällt dieser Mix, aber ich denke das einige auch nicht wirklich wissen wohin die Reise gehen soll. Als alter "BSG Gucker" weis man es natürlich in etwa. Da Caprica allerdings von Anfang an gerade neue Zuschauergruppen ansprechen wollte, die von all dem keine Ahnung haben, stelle ich mir das problematisch vor, und sehe die geringen Quoten auch ein wenig als Bestätigung dessen. Für viele BSG Fans dürfte Caprica nichts sein, da ganz einfach zu wenig Action vorkommt, bzw. es keine traditionelle Space Opera ist. Schlägt sich auch auf die Quoten nieder. Ich denke also, das die Produzenten sich da viel mehr erhofft haben, das ganze aber irgendwie leider doch am Zielpublikum vorbei entwickelt wurde. Aber wie gesagt, ich bin da einerseits ganz froh drumm, denn ich mag Caprica in seiner jetztigen (Genre Mix) Form.

Dann gibt es noch das Problem mit den Storyarcs. Es wurden imo am Anfang zu viele eingeführt. Das führte dazu, das man etwas den Fokus verlor. Auf der einen Seite nimmt man sich zwar viel Zeit für Charakterisierungen (die am Anfang einer Serie ja auch notwendig ist) und ruhige Momente, auf der anderen Seite kommen die Storyarcs dadurch aber kaum voran. Mit anderen Worten: Es passierte oft nicht sehr viel. Am Anfang wurde sehr lange um Zoe getrauert, Zoe-A musste hingegen lernen ein braver Roboter zu sein und ihr selbst auferlegtes Schweigegelübte durchhalten, Graystone trat mit U87 dafür immer nur auf der Stelle wodurch er mehr und mehr Druck bekam, was die Autoren eigentlich mit Clarice Willow und der STO vorhaben wurde immer noch nicht deutlich, und Joseph Adama suchte eine gefühlte TV-Ewigkeit nach der Kopie seiner toten Tochter in der V-World. Die eine oder andere Entwicklung in diesen Storyarcs, hätte der Serie sicherlich nicht geschadet. Eher im Gegenteil.

Beitrag anzeigenPedda, on 28.03.2010, 23:25, said:

Wie fandet ihr die ersten Folgen insgesamt? Welche Arcs und Charaktere haben euch am besten gefallen? Wurden eure Erwartungen enttäuscht, erfüllt oder gar übertroffen?

Wenn ich die erste Halbstaffel insgesamt bewerten soll, dann gebe ich ihr trotz der Mankos ein "gut". Ein "Durchschnitt" wäre aus meiner Sicht zu wenig (dafür wurde ich doch recht gut unterhalten), und ein "sehr gut" oder "Herausragend" wäre für mich aktuell noch zu hoch (hauptsächlich halt wegen der Storyprobleme und dem wechselnden Erzähltempo).

Von den Charakteren mag ich am liebsten Daniel Graystone (einer der Hauptcharaktere, sehr gut gespielt, und mit tollen Szenen), Joseph Adama (leicht naiv, im Grunde aber einer der "guten", auch wenn ich ihn mir etwas anders vorgestellt hatte), Lacy Rand (nettes, hübsches Mädel, auch etwas naiv aber mit Potenzial - als Konversationspartnerin für Zoe leider etwas unterfordert), Sam Adama (wie Lacy einer meiner Lieblingsnebencharaktere, hätte ich am Anfang der Serie (Pilot) noch nicht vermutet), Tamara Adama (noch so eine Überraschung! Am Anfang das total verwirrte, leicht nervige Kind, und nun das recht erwachsene "Bullet-Proof-Babe" der V-World mit Potenzial zu mehr), Tomas Vergis (ein richtig schleimig, manipulierender Wirtschaftsboss samt Tauron Traditionen, ist ein sehr interessanter Gegenspieler für unseren Daniel, der ja hier wiederum eigentlich das echte Verbrechen begangen hat), Barnabas Greeley (auch wenn der STO Storyarc allgemein noch nicht so rund ist, finde ich ihn als Antagonisten für Clarice Willow recht gut, überzeugender Bösewicht).

Von den Storyarcs gefällt mir dann natürlich noch die Entstehung und Entwicklung der Cylons, bzw. wie Daniel Graystone das mit seiner Firma (wovon ich immer noch ausgehe) zustande bringt.

Beitrag anzeigenwrath-of-math, on 29.03.2010, 10:03, said:

Ritti hat eigentlich in allen Punkten den Nagel auf'n Kopf getroffen.

Dem kann ich mich anschließen. Wie so oft, auf den Punkt Ritti. :lol:

Beitrag anzeigenwrath-of-math, on 29.03.2010, 10:03, said:

Bestimmte Handlungsstränge und Charaktere wurde vollkommen vernachlässigt, um die freigewordene Zeit mit träger Irrelevanz zu füllen. So haben wir nun eine Halbstaffel, in der die erste Hälfte an überbordender Fülle fast zu ersticken drohte, und die zweite Hälfte plötzlich einige der präsenzstärksten Charaktere (Sam, Duram, das Großmutter-Monster) völlig links liegen ließ um sich gepflegter Langeweile zu widmen.

Ich vermisse Oma Adama jetzt nicht wirklich, sie hat mich mit ihrem Rassismus und den Tauron Predigten eher etwas genervt (auch wenn es starke Szenen waren). Übrigens: "nette" (aber passende ;) ) Bezeichnung wrath... :mrgreen:

Beitrag anzeigenwrath-of-math, on 29.03.2010, 10:03, said:

Oder anders ausgedrückt: Die erste Hälfte war planlos aber spaßig, die zweite Häfte planlos und öde. Schade.

Ich empfinde diesen Kurswechsel als "weder besser noch schlechter". Insgesamt fehlt der Serie einfach eine eindeutigere Richtung, mit etwas mehr Struktur und Tempo. Momentan kommen so leider wieder üble Erinnerungen an BSG hoch.

Beitrag anzeigenhaloterm, on 29.03.2010, 10:59, said:

Generell ... halte ich es aber für problematisch, nach 9 Folgen das zu tun, was man früher nach einer kompletten Staffel gemacht hat, nämlich ein Fazit zu schließen und damit vielleicht auch innerlich mit dem Ganzen ABzuschließen. Natürlich verleitet SyFy einen dazu und das ist ziemlich blöd.

Deswegen heißt der Titel des Threads ja auch "Das Zwischenfazit". Immerhin sind wir nun ja leider zum warten gezwungen. Da kann man das bisher gesehene auch ruhig mal aufarbeiten. Das man die Serie damit quasi "verurteilt" bzw. als "gut" oder "schlecht" abstempelt stimmt so ja nicht ganz. Potenzial ist ja vorhanden. Und ich denke das fast jeder der hier mitdiskutiert, die Serie auch gerne sieht, bzw. sich wünscht das sie (auf einem guten bzw. höherem Niveau) fortgesetzt wird. Man kann halt bisher nur das beurteilen, was uns gezeigt wurde. Und da bestehen momentan noch Mängel. Andere Dinge sind dafür schon klasse.
0

#7 Mitglied ist offline   kodix 

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04. April 2010 um 11:10 Uhr

Caprica war für mich bislang absolut sehenswert und mit der Mukke von Bear natürlich auch grandios höhrenswert.
Ansonsten wude hier schon alles geschrieben. Was allerdings extrem nervt: Es geht erst frühstens im Herbst weiter ? Ist das korrekt ?
Damit macht SyFy die Serie kaputt. Caprica ist imho noch weniger mainstream als BSG es war. Viele der Wenigen, die jetzt noch dran bleiben würden, sind im Herbst weg. Solch lange Pausen mitten in einer Season sind völlig dämlich und habe ich noch nie verstanden.
Da wird dann die letzte Folge vor dem Ende dieser 'Midseason' vollgepackt bis zum geht-nicht-mehr und dann die Luft raus gelassen. So ein Unsinn. Damit hat sich wohl Caprica bei mir erledigt. Schade, wirklich schade. Die Serie hat viel zu bieten, aber für mich nicht so viel, dass ich dieses künstliche Midseason-Konstrukt mit anschliessender elend langer Pause akzeptieren würde. 'werde evtl. warten, bis die Serie komplett gezeigt wurde und mir dann alles am Stück ansehen, hab' einfach keinen Bock mehr auf dieses hirnrissige TV-Diktat. Dafür bin ich mit meinen 47 Lebensjahren zu alt, obwohl man ja im Alter angeblich geduldiger wird, nunja :mrgreen:
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