Edward James Olmos - William Adama
#1
16. Februar 2006 um 15:53 Uhr
Der Admiral, der Schauspieler, der Aktivist
Olmos-Interview im "Battlestar Galactica"-Magazin
Die gerade erschienene erste Ausgabe des britischen "Battlestar Galactica"-Magazins bietet nicht nur massenweise Informationen zur Show, sondern beinhaltet auch ein ausführliches Interview mit Edward James Olmos (William Adama). Der Schauspielerveteran spricht über seine Rolle, die Zukunft der Serie und über bevorstehende düstere Zeiten.
Lesen Sie hier eine Übersetzung des spoilerfreien Interviews.
Olmos erzählt, dass er vom ersten Moment an, als er ein Drehbuch in der Hand hielt, von der Serie beeindruckt war. Sollte es aber mal zu Auftritten von Außerirdischen mit sonderbaren Hüten kommen, so würde er die Serie wohl verlassen. Momentan sind noch keine komischen Aliens in Sicht und Olmos findet, dass die Serie immer besser wird, ja sogar seine Erwartungen weit übertroffen hat.
"Ich mache diesen Job jetzt seit vierzig Jahren. Ich habe "Miami Vice" gemacht. Ich habe viele interessante Sachen gemacht, aber nichts konnte mich auf das vorbereiten. Ich bin überwältigt, weil diese Serie sich nicht an die Normalitäten in diesem Genre hält, die dem Verstand in eine Phantasiewelt leiten. Hier gibt es keine Phantasie."
Die neue Serie hat sich als extrem politisch herausgestellt und manche Leute bezeichnen sie aufgrund ihrer politischen Botschaften als äußerst unamerikanisch. Olmos sieht die Stärke der Serie darin, dass dem Zuschauer ein Spiegel vorgehalten wird, der zeigt wie dumm und egoistisch die menschliche Rasse sein kann. Auch hierbei ist die Show weitergegangen als Olmos angenommen hat.
"Es hat sich weiterentwickelt als ich es je für möglich gehalten habe. Die serie schwingt im Zeitgeist mit. Die Leute erkennen die Komplexität, die dort hinter steckt und erkennen darin das wieder, was die Menschen gerade machen. Es geht nicht um die Hardware. Es dreht sich um die Charaktere und wo wir hingehen. Darum lieb ich die Serie so sehr. Ich freue mich jedes Mal auf ein neues Drehbuch und wurde bisher nie enttäuscht. Diese Staffel ist sogar noch besser als die vorherige."
Eine der Stärken der Serie ist der von Erschaffer Ronald D. Moore von anfang an durchgezogene mutige Realismus. Die schonungslose Darstellung von zerrütteten Beziehungen und anderen unschönen Dingen wird von einigen Zuschauern als beunruhigend und unangenehm angesehen. Olmos verrät das die Situation nicht gerade besser wird.
"Ich denke, es wird immer schwieriger, die Serie anzuschauen. Ich glaube nicht das es abgeschwächt wird, und ich wäre sehr überrascht wenn unsere Quoten sinken. Es wird sich herumsprechen. Da kommen ein paar sehr beunruhigende Sachen auf uns zu, und das nicht etwas auf eine brutale, grausame Art. Es ist der psychologische Aspekt der den Zuschauer sagen lässt 'moment mal, das ist nicht Fernsehen. Ich denke, das wirkt sich auf mein Leben aus'."
Abschließend erfährt man noch das Olmos offensichtlich gerne bis zum Ende der Serie den Adama spielen möchte.
"Die einzige Möglichkeit, dass ich nicht mehr in der Serie mitspiele, ist, wenn sie abgesetzt wird. Und das wird erst passieren wenn die Autoren nicht mehr schreiben können, wenn sie ihre Autorität und Integrität verlieren. Dann wird sich die Show selbst zerstören und ich kann nach Hause gehen. Ich bin stolz auf die Serie. Sie ist mit das Innovativste was ich seit langem im Fernsehen gesehen habe."
Quelle / weiterführende Links:
SciFi Pulse
"Battlestar Galactica"-Magazin
#2
08. März 2006 um 00:58 Uhr
von Marc (cookie) | 08.03.2006
Scott Huddleston sprach für die San-Antonio-Lokalausgabe der Express News mit Edward J. Olmos über dessen soziales Engagement und einen hispanischen Helden.
(Übersetzung: Marc/cookie)
Bereits vor seiner Emmy-prämierten TV-Rolle als Lt. Castillo in "Miami Vice" hat Schauspieler und Filmemacher Edward James Olmos San Antonio besucht, um sich für soziale Belange einzusetzen.
Olmos hat sich für die Angelegenheiten der Lateinamerikaner in den USA stark gemacht, und dafür sowohl Anerkennung als auch Kritik geerntet. Seit drei Jahren spielt er seine erste Rolle im phantastischen Genre, als Commander Adama in der Neuauflage der TV-Serie "Battlestar Galactica" auf dem US-Sender SciFi. Er hofft seit langem, einen Film über den südtexanischen Kriegshelden und „Medal of Honor“-Träger Roy Benavidez drehen zu können.
Geboren wurde Olmos am 24. Februar 1947 in Los Angeles, wo er auch aufwuchs und zunächst Baseballspieler werden wollte. Später wandte er sich jedoch der Rockmusik zu, trat in den örtlichen Clubs auf und nahm währenddessen Schauspielunterricht. Er hatte hier erste kleinere TV-Rollen und Bühnenauftritte.
Seine Karriere nahm ihren Lauf mit Rollen in den 70er-Jahre-Serien "Cannon", "Kojak" und "Make-up und Pistolen", bevor er 1981 in dem Film "Zoot Suit" mitspielte. Im darauffolgenden Jahr nahm er die Rolle des mexikanischen Generals Santa Anna in dem TV-Film "Seguin" an und spielte ebenso in "The Ballad of Gregorio Cortez" mit, einem Film über einen Zwischenfall in Gonzales im Jahr 1901.
Während eines Besuchs in San Antonio 1982 nahm er an einer Ehrung für 27 Studenten teil, die zweisprachige Studien verfolgten. Da die meisten von ihnen Spanisch seit frühester Kindheit sprachen, ermutigte er sie, das Englischstudium weiter zu verfolgen, aber auch ihre Muttersprache zu pflegen, so die Berichterstattung der San Antonio Express-News. "Ich hoffe, Sie bewahren die Tradition, zwei Sprachen zu sprechen, denn gerade heutzutage macht es keinen Sinn, eine Sprache zu unterdrücken, wenn man doch beide gebrauchen kann", so seine Überzeugung.
Seine Rolle in Miami Vice von 1984-1989 und eine Oscarnominierung 1988 als Bester männlicher Darsteller für die Rolle als Lehrer in dem Film "Stand and Deliver" machten ihn in den USA landesweit bekannt. Trotzdem hatte er sich weiterhin engagiert und mit südtexanischen Kindern vor Schulen und in Jugendhaftanstalten gesprochen und ihnen die Notwendigkeit aufgezeigt, weiterhin die Schule zu besuchen und ihre Lehrer zu respektieren.
Olmos spielte 1992 die Hauptrolle in seinem Regiedebüt "American Me - Das Gesetz der Gewalt", einem düsteren Portrait mexikanisch-amerikanischer Gangs. Die Kritiken waren durchwachsen und der Erfolg an den Kinokassen blieb ebenso aus, jedoch brachte es ihm Todesdrohungen von Gangmitgliedern ein. "Hoffen Sie, dass jeder diesen Film sieht und es der Regierung entgegenschreit. Schreit! Denn dort draußen bringen sich unsere Kinder gegenseitig um", war die Botschaft, die er 350 Besuchern einer Vorführung des Films in San Antonio damals mit auf den Weg gab.
Olmos hatte für den Film "Selena" 1997 knapp 30kg zugenommen, um Abraham Quintanilla, Vater des erschlagenen Tejano-Sängers Selena Quintanilla Pérez, spielen zu können, was ihm viel Lob einbrachte. "Ich suche nach Rollen, die mir etwas bedeuten", bekannt er gegenüber den Express-News während der Dreharbeiten in San Antonio 1996.
Olmos hat vor dem US-Kongress zu Diabetes unter Latinos und anderen Minderheiten ausgesagt, und sich dafür eingesetzt, die AIDS-Aufklärung unter den Hispanics zu verbessern. Er hat sich ebenso für mehr Rollen für sie in Film und Fernsehen eingesetzt, als auch für einen nationalen Feiertag zum Gedenken an die Errungenschaften des verstorbenen Bürgerrechtlers César Chávez..
"Es gibt auf nationaler Ebene keinen farbigen amerikanischen Helden, abgesehen von Martin Luther King. Latinos sind nun an der Reihe.", teilte er 200 Mediendirektoren, Autoren und Schauspielern lateinamerikanischer Abstammung anläßlich einer Zusammenkunft im Guadelupe Theater in San Antonio 1999 mit.
Olmos ist im Besitz eines Filmscripts über das Leben von Roy Benavidez, ein Master Sergeant der Special Forces der amerikanischen Army. Benavidez, gestorben 1998, wurde in Cuero, Texas geboren und ist dort und in El Campo aufgewachsen. Während des Vietnamkrieges wurde er von einer Landmine verwundet. Nachdem er die Ärzte des Krankenhauses mit seiner Genesung verblüffte, kehrte er in den Krieg zurück. Dort rettete er acht Männern trotz mehrerer eigener Stich- und Schussverletzungen das Leben.
Olmos versucht bereits seit 22 Jahren, einen Film über Benavidez zu drehen. "Dieser Film wird gedreht werden. Es war eine lange, lange Reise!", so seine Aussage der letzten Woche. Es sind 15 Millionen Dollar notwendig für die Realisierung, aber er ist davon überzeugt, das Projekt zu Ende zu bringen. Er stellt zudem mit "Walkout" zurzeit einen Film fertig, welcher auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1968 basiert. Damals kam es zu Protesten gegen rassistische und pädagogische Vorurteile an Highschools in East Los Angeles.
Olmos wird am 8. April San Antonio besuchen, um für den Roy-P.-Benavidez-Stiftungsfond zu werben. Er sagt, für seine wichtigsten Anliegen bestreitet er immer noch gern öffentliche Auftritte. "Mir geht es darum, mehr zurückzugeben, als man bekommen hat. Und ich habe so viel bekommen!"
Quelle: Express News / MySA.com
#3
08. März 2006 um 14:25 Uhr
Ich wünsche ihm, daß er eines Tages den Film über Benavidez drehen kann. Wenn es dazu kommt, bin ich auf jeden Fall im Kino.
#4
16. Juni 2006 um 22:38 Uhr
Mir gefällt an ihm seine ruhige und väterliche Art. Und natürlich die schöne Brille.
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#5
17. Juni 2006 um 11:26 Uhr
Ich muß gestehen,dass ich aber auch teilweise bzw. in manchen Szenen eine Art Gänsehaut bekommen hatte.
Entweder lag es an der Szene direkt,am Schauspieler oder halt an der Synchronstimme.
Vom Spektrum her ist es auch genial sei es von der väterlichen Art her bis wirklich hin zum eingreifen supergut gespielt
Ich kann da nur sagen Hut ab
Ragi
#6
17. Juni 2006 um 16:34 Uhr
Jede Szene ist einfach genial gespielt und bei der Orginalstimme bekommt man wirklich gänsehaut!
In der szene als Kara ihm sagt, das sie verantwortlich für Zaks tot ist, konnte man fast alle Gedanken von ihm am Gesichtsausdruck erkennen.. EJO hats einfach drauf - er hätte einen Oskar verdient
#7
17. Juni 2006 um 17:02 Uhr
Faszinierenden sind auch die blauen Augen.
Als ich durch Zufall die Miniserie gesehen hat mich dieser Charakter besonders fasziniert. Hoffentlich nominieren sie EJO für einen Emmy.
#8
17. Juni 2006 um 17:30 Uhr
Die Macher der Serie werden sich da schon was bei gedacht haben was die Besetzung des Charakters angeht.
Ich muß aber ganz ehrlich gestehen,dass ich da jetzt nie auf die Augenfarbe geachtet habe dafür habe ich eher seit dem Pilotfilm so auf den ganzheitlichen Aspekt des Charakters geachtet gehabt
Ganz lieben Gruß Ragi
#9
17. Juni 2006 um 18:39 Uhr
#10
17. Juni 2006 um 21:41 Uhr
Die blauen Augen sind mir in Tigh me Up Tigh me down aufgefallen, in der Dinnerszene.
Ich finde der Mann hat was, zwar anders als zum Beispiel unser Handtuchadonis Apollo, aber dennoch der hat was.
#12
18. Juni 2006 um 08:48 Uhr
Wie versteht Ihr diese Szenen?
#13
18. Juni 2006 um 09:09 Uhr
Ps: Der Mann hat dunkelbraune Augen aber für BSG hat er blaue Kontaktlinsen drin, weil Lee auch blaue Augen hat... Hab ich mal irgendwo gelesen, denke mal das ist der Grund dafür. In Bladerunner hat er braune Augen.
Ist ja auch egal sieht so und so sexy aus!
#14
18. Juni 2006 um 19:43 Uhr
Und wie sich die Beziehung Adama/Roslin entwickeln wird.
Vom Aussehen war EJO der Typ für braune Augen, von daher konnten es eignetlich nur Kontaktlinsen sein.
Vielleicht ist die Leichenhalle der Ort, wo er ungestört ist und er sich ehesten die Konsequenzen seiner Handlungen ansehen kann.
#15
25. Juni 2006 um 23:50 Uhr
LG Ragi
#16
26. Juni 2006 um 08:29 Uhr
da poste ich doch mal grad seine halb offizielle Page, für alle die die noch nicht kennen.
KLICK
Da gibt es jede menge Bilder und Infos über EJO, was er so an Filmen schon gemacht hab und vorallem was er neberher für wohltätige Aktivitäten hat.
Für eine war er sogar schonmal ein paar Tage im Knast
#17
26. Juni 2006 um 16:48 Uhr
So jetzt auch mal ein Foto mit Laura Roslin.
#19
28. Juni 2006 um 18:12 Uhr
#20
28. Juni 2006 um 18:16 Uhr
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