30. Oktober 2009 um 12:44 Uhr
Hallo,
einen Film seh ich ja prinzipiell positiv. Die Rahmenhandlung gibt einige Spielräume (siehe allein die Kluft zwischen KSG und BSG, welche im Grunde die selbe Mär erzählen).
Aber was kann passieren?
1. Der Film frühstückt die komplette Handlung in seinen wir positiv 150 Minuten ab.
- Die Charaktere bleiben Popcorn-Kino-Typisch flach
- Der Holocaust wird nur als Mittel zum Zweck verwendet. Die Macher besitzen die Frechheit nach dem Tot von Milliarden uns ein Happy-End zu servieren.
- Viel Krachbum im äußerst aufwändigen und Schicken Design. Die Kolonien fliegen in die Luft *krachbum*, ein verheerender Zylonenangriff *krachbum*, der Menschliche Gegenschlag *krachbum* und dann hurra, wir finden die Erde. Eingebettet in eine Handlung mit der Mystik von "Das Vermächtnis der Tempelritter" und einer Lovestory samt zugehöriger TNA-Szene.
- Verzweiflung oder Mitfühlen über die Gesamtsituation keimen in 3 von 150 Minuten auf (das Dramatische Tief nach dem Angriff, siehe ID4)
- Die Zylonen sind einfach nur böse, vielleicht nicht ohne Motiv, aber einfach nur böse.
- Die Athmosphäre orientiert sich klar an Star-Trek
- Am Ende wird der charismatische, aber abgrundtief böse Anführer der Zylonen getötet.
2. Man beschließt darauß mehrere Teile zu machen. Tatsächlich im Stile von sagen wir mal (weils passt) "Spiderman"
- Es werden 2-3 Charaktere beleuchtet. Sie sind auch top-besetzt. Man baut sie als Helden auf. Alle anderen sind schmückendes Beiwerk.
- Man nimmt sich etwas mehr Zeit für den Holocaust und dessen Folgen.
- Der *Krachbummfaktor" reduziert sich auf ein lautes *krach* am Anfang und ein noch lauteres *Bumm* am Ende, bei dem die Menschen den Zylonen um haaresbreite entkommen. Am Ende findet man Akte-X-ähnlich einen verschlüsselten Hinweis auf die Erde (Bspw. wieder mal der Funkspruch von Apollo 11).
- Am Ende stirbt ein Anführer der Zylonen. In Teil 2 lernen wir, er hatte noch einen Oberboss, in Teil 3 wurden sie von einer höheren Macht gelenkt, in Teil 4 reist man zu dieser höheren Macht um nach dem Weg zur Erde zu fragen, in Teil 5 entpuppt sich Starbuck als jüngster Sohn eines Tächtelmechtels zwischen höherer Macht und stellt die Kolonien wieder her, in Teil 6 merkt man, dass das Wiederherstellen der Kolonien nur einen erneuten Zylonenangriff zur Folge hat, im Teil 7 landet man auf dem Planeten der Affen wo Charlton Heston auf einem Einhorn am Ende Jodie Foster das Universum erklärt.
- Athmosphärisch vielleicht schon etwa ab von Star-Trek, mehr hin zu ... Spiderman?
Vorteil dieser Lösung wäre, dass man es auch so enden lassen kann, dass man aber auch die Freiheit hätte daraus 2, 3 oder 20 Teile zu machen.
3. Man konzentriert sich wieder auf die Charaktere, wie in BSG.
- No go, nicht mit Brian Singer an Bord!
- Im Grunde wie in 2., jedoch ist das Krachbumm viel Knapper und man macht eine Charakterstudie
- Man widmet sich ausgiebig den Folgen. Der Film wird brutal, nicht nur physisch sondern auch emotional
- Regiewunsch wäre für mich B. del Torro
- Strahlende Helden in dem Sinne fehlen. Alle sind auf ihre Art paralysiert. Die Fraktionen innerhalb der Menschen schwanken zwischen religiösen Fanatikern und Miltärs mit Rachegedanken. Auch die Zylonische Seite ist zerrissen durch die Vorkomnisse
- Durch ausladende Zeitsprünge (15 Years Later) wird gezeigt, wie die Menschen immer weiter versumpfen und der Mut sinkt. Die Erde ist nicht in 2 Stunden und nach 4 Sprüngen gefunden. Es dauert Jahre!
- Die Athmosphäre wird düster und deprimierend. Mehr wie in Alien und Blade-Runner. Viel näher an BSG.
- Ein Epos mit nicht weniger als 3 Stunden.
- Kein Cavil!
1. wäre der Wunsch der großen Studios
2. der Kompromiss eines Regisseurs mit Durchsetzungsvermögen
3. Mein Wunsch.
PCO