Justified 1x01 Pilot
Great! Ist FXs neueste Show und wegen deren Flaggschiff Dexter hab ich mal reingeschaut. Hab zwar nur die Hälfte verstanden (damn Kentucky accent!) und mußte mir den Rest zusammenreimen, aber mir hat's gefallen. Bin dabei.
US Marshal Raylan Givens (Timothy Olyphant) wird nach einem nicht gerade vorbildlich verlaufenen Einsatz in Miami in seine alte Heimat Kentucky zwangsversetzt und bekommt es dort mit einem alten Freund und der "White Supremacy"-Bewegung zu tun.
Wenn ich es richtig verstanden habe, basiert der Pilot auf einer Geschichte von Elmore Leonard und der Rest der Serie ist im gleichen Ton gehalten.
Bis in die Nebenrollen gut gecasted und Olyphant ist hier einfach die coolste Sau der Welt. Hitman war nur ein Ausrutscher und Deadwood dagegen der Standard. Dabei darf man Marshal Givens nicht mit Sheriff Seth Bullock vergleichen. Beide tragen zwar Knarren in Halftern und ziehen schnell, aber das sind schon die einzigen Gemeinsamkeiten. Modernes Westernambiente inklusive Stetson und "He draw first"-Ausreden. Gute mehrdimensionale Charakterarbeit (auch für den Bösewicht) und noch mehr feines Lokalkolorit. Ich hoffe, an den Akzent werde ich mich noch gewöhnen.
Ahja, hier haben wir's ja:
Auszug IMDB:
The character Raylan Givens was created by novelist Elmore Leonard, and has appeared in two of his novels, Pronto (1997) (TV) and Riding the Rap. Givens also appeared in Leonard's short story Fire in the Hole, which was the basis of the pilot episode of "Justified" (2010)
Justified 1x02
Yeah, still countin'.
War gut. Okay, war ne Art "Monster of the Week"...
äh...
"Ausbrecher der Woche"-Story (Givens bearbeitet ja keine X-Files als Kentucky US Mashal) aber mit so richtig schönem lakonischem Humor erzählt. Hat so ne eigenartige coole Grundstimmung. Muss wohl daran liegen, das die Autoren versuchen, Elmore Leonards nachzueifern. Und diese verrückte Geschichte um Douglas Cooper (Chris Ellis), der nach 15 Jahren Haft (und 3 Monate vor der Entlassung) ausbricht um aus bestimmten Gründen seine Ex-Frau zu besuchen, hatte definitiv was davon.
Und wieder sind die "Guests" keine Abziehbilder oder Klischees, sondern voll herausgearbeitete Charaktere. Bisher gefällt mir das eigentlich mit am besten.
Justified 1x3
Anscheinend gibt's in Kentucky nur zwei Arten von Einwohnern. Zugereiste, die so schnell wie möglich wieder weg wollen und Einheimische, die äh... exakt das Gleiche im Sinn haben. Der "Fall der Woche": ein Spielschuldner, der sich mit seinem Schuldeneintreiber zusammen tut, um den Geldverleiher und Wettbetreiber auszunehmen. Keine Sorge, ist kein Spoiler, denn eigentlich geht's nur um das "Wie" und weniger um das "Was". Und wieder hat jeder der Guests einen kleinen "Elmore Leonard"-Touch abbekommen. Und einen davon werden wir wohl wiedersehen (wäre schade wenn es nicht so wäre). Gleichzeitig werd ich langsam wärmer mit den "Regulars", d.h. dem Boss des Marshal-Office, der grauen Maus, und den Kollegen. Von Blondie ganz zu schweigen (eine Frau die Billard spielen kann, hat bei mir sowieso einen Stein im Brett... ).
Und wie es sich für eine "postmderne" Westernserie gehört, wird über das schnelle Ziehen nicht nur geredet. US-Marshal Givens kommt man besser nicht auf den Radar...
Justified 1x4
Äh... möge ich niemals meinen Zahnarzt verärgern. Ich wiederhole mich ja ungern, aber auch diesmal ist es eine interessante Geschichte mit interessanten Charakteren. Was mich wirklich anmacht, ist das hier Storys in 40 Minuten erzählt werden, aus denen man locker ganze Filme machen könnte. Hintergründe, Dialoge, Cast, einfach alles. Die Geschichte vom Ex-Mob-Buchhalter auf der Flucht ist geradezu prädistiniert dafür (wie auch alle anderen vorher). Diesmal bekommen wir als coole Draufgabe einen richtigen "Mexican Shoot-out" (oder hieß das "Stand-off"?). "One step more and I shoot ya...".
Beste Folge bisher nach dem Pilot. Mein Lieblingsmarshal löst seine Fälle nicht einfach so, er macht es dank 17-jähriger Berufserfahrung mit Instinkt, Können und Coolness. Givens rulez...
Mir wird nun auch langsam klar, daß oder bzw. warum Quentin Tarantino und Elmore Leonard so viel gemeinsam haben.
Justified 1x5
Gute, aber nicht herausragende Folge. Statt einem Fall der Woche bekommen wir Background zu Givens, lernen seinen Vater kennen (der ja schon des öfteren erwähnt wurde), ebenso dessen Lebensgefährtin und sein Geburtshaus. Das schwierige Vater-Sohn Verhältnis ist das Hauptthema, wie gewohnt im "Justified"-Stil lakonisch und ohne viel drumherum auf den Punkt gebracht. Allerdings bleiben am Ende ein Paar Fäden offen... to be continued?! Baseballschläger spielen diesmal eine größere Rolle als Colts. Mit Raymond J. Barry, Eddie Jemison u.a. klasse besetzt. Die schon öfter gelobten Charakterzeichnungen sind wieder top!
Justified 1x6
Diesmal darf sich Givens unter den "Reichen" Kentuckys umsehen. Im Fall der Woche geht es um unwillkommene Pfändungen, rassige Pferde, echte Kunst und weniger echte, merkwürdige Vater-Sohn Geschichten, tote Nazis, lebende Hitler-Fans und natürlich klassischen Mord. Gleichzeitig werden einige Nebenhandlungen fortgeführt und wir erfahren ein bißchen mehr über alte und neue FreundeSchrägstrichGegner?! Sehr unterhaltsam, auch wegen der wieder tollen Guests, u.a. Robert Picardo als Kunsthändler. Und Boyd Crowder (Walton Goggins) aus der Pilotepisode hat zwei denkwürdige Auftritte. Wie das mit ihm und Givens noch weitergeht, darauf bin ich wirklich mehrmehrmehr als gespannt. Achtet auf den allerletzten Satz und den allerletzten Shot. Sowas erzeugt bei mir Gänsehaut..., ganz grosses TV!
So, reicht ersma, wa?

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04. Mai 2010 um 13:01 Uhr









