Caprica-City-Forum: Steht das Battlestar-Franchise vor dem Aus? - Caprica-City-Forum

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Steht das Battlestar-Franchise vor dem Aus?
Seit dem Ende von BSG war nichts mehr richtig erfolgreich
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#1 Mitglied ist offline   Pedda 

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01. März 2011 um 13:29 Uhr

Steht das Battlestar-Franchise vor dem Aus?

Seit dem Ende von BSG war nichts mehr richtig erfolgreich


Als es im BSGO-Forum um den offenbar nur mäßigen Erfolg des neuen Browsergames geht, stellt penumbra eine wichtige Frage:

Beitrag anzeigenpenumbra, on 01. März 2011 um 08:55 Uhr, said:

Seit dem Serienfinale vor zwei Jahren war kein Produkt aus dem BSG-Franchise wirklich erfolgreich, "Caprica" eingeschlossen. Franchise fatigue?

Ein ernstzunehmender Verdacht, der einem richtig Angst machen kann. In der Tat: Seit den glorreichen Tagen des New-Caprica-Arcs haben die mediale Präsenz und das Kritikerlob stetig abgenommen. Selbst die größten Fans der Serie gingen mit den späteren Folgen und anderen Franchise-Produkten teils hart ins Gericht.

Kein Wunder, dass Syfy seine prestigeträchtige und lukrative Marke nun mit einem Konzept zu retten versucht, dass den Glanz und Charme der (vermeintlich) goldenen, frühen BSG-Jahre heraufbeschwören und zugleich mit explizitem Einsteiger-Appeal verbinden soll. Wenn es damit auch nicht klappt - weder künstlerisch noch kommerziell -, dann ist die RDM-Inkarnation des Franchises wohl mausetot.

Schlimmstenfalls könnte ein Fehlschlag von B&C sogar dem ohnehin komatösen Kino-Reboot endgültig den Garaus machen...
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#2 Mitglied ist offline   inhibitor 

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01. März 2011 um 16:11 Uhr

Schlussendlich hängt es ja doch am kommerziellen Erfolg - reines Kritikerlob bzw. mediale Präsenz kann eine Serie/einFranchise/etc. nicht retten, wenn außer den Kritikern niemand zuschaut (gutes Beispiel ist die hochgelobte FX-Serie Terriers, die leider niemand sehen wollte).
Und da hat B&C meines Erachtens größere Chancen, erfolgreich zu sein, als alles was sonst nach dem New-Cap-City-Arc kam. Denn:

- BSG Season 3 und 4 war eindeutig zu verwirrend, um als Neuzuschauer noch reinzufinden,
- The Plan war von Anfang an ein Goodie für die Fans, ohne Vorkenntnisse ungenießbar,
- Caprica war ein Genrehybrid, der auf dem falschen Sender lief um ein nicht-Scifi-Publikum anzulocken und dieses Publikum erfolgreich verscheucht hat
(die Frage nach der Qualität der aufgezählten Sachen lasse ich mal bewusst außen vor).

B&C hingegen bringt wahrscheinlich das, was die Stammzuseherschaft erwartet und mag, mit ordentlicher Vermarktung sollte man die auch vor den Bildschirm bekommen, und sollte die Qualität stimmen wird das in Verbindung mit dem BSG-Bonus auch die mediale Präsenz insgesamt wieder hochfahren.


Den Kino-Reboot halte ich eher für eine Option, die man, sollte B&C scheitern, in ein paar Jahren wieder aus der Schublade holen kann - Star Trek lässt grüßen. Mit dem RDM-Universum dürfte das dann aber nicht mehr allzuviel zu tun haben (und wir bekommen endlich wieder einen blonden Weltraumheroen, der tatsächlich und ausschließlich Starbuck heißt).
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#3 Mitglied ist offline   Der RvD 

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01. März 2011 um 16:27 Uhr

Hm. Andere Frage: Sollte mich das wirklich tangieren? Ich bin zuerst mal Fan einer Serie, nicht eines Franchise. Beim Wort Franchise denke ich persönlich spontan an McDonald's. In anderen Worten: das ist eine Frage, über die sich Business-Erbsenzähler Gedanken machen sollten.

"Blood and Chrome" ist das erste Produkt aus dem BSG-Umfeld seit dem Ende der Hauptserie, das auch nur halbwegs interessant aussieht, und damit auch das erste, das ich wieder anchecken werde. Aber ob wir das nun wirklich brauchen (oder ob SciFi nicht mal lieber was gänzlich Neues in die Startlöcher bringen sollte, was keinen grossen Namen trägt), so sicher bin ich mir da nicht. Es ist eben wieder "nur" ein Prequel. Und die Ereignisse um Star Trek haben mir gezeigt, dass man ein Franchise nicht unbedingt bis zum Untotendasein auswalzen muss, nur weil man es kann.
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#4 Mitglied ist offline   Stormking 

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01. März 2011 um 16:47 Uhr

Beitrag anzeigenDer RvD, on 01. März 2011 um 16:27 Uhr, said:

Hm. Andere Frage: Sollte mich das wirklich tangieren? Ich bin zuerst mal Fan einer Serie, nicht eines Franchise.

Dem schließe ich mich mal an. Was interessiert mich ein "Franchise"? Ich fand die ersten zweieinhalb Staffeln von BSG unglaublich gut, spätere Epioden hatten auch noch ihre Höhepunkte, aber das war's. "Blood & Chrome" könnte wieder ein Knaller werden, wenn man sich auf alte Stärken besinnt. Wenn nicht, dann ist der Gaul halt totgeritten.

Ich kann allerdings verstehen, daß Leute, die eine Menge Arbeit und Herzblut in eine Website namens "Caprica City" gesteckt haben, das möglicherweise etwas anders sehen.
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#5 Mitglied ist offline   tubbacco 

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01. März 2011 um 17:08 Uhr

Das Franchise - ich mag das Wort irgendwie nicht - interessiert mich nicht wirklich. Letztlich will ich nur durch das auf dem Bildschirm laufende gut unterhalten werden. Was da noch mit alles daran hängt ist für mich eher zweitrangig. Allerdings sieht es im Fandom hingegen auch nicht so wonnig aus. Ich kann das grundsätzliche Interesse für B&C als weitere Serie im BSG-Verse eher schlecht einschätzen, aber ich habe da eher ein ungutes Gefühl, was den Erfolg dessen betrifft. Nach den teilweise mäßigen, inhaltlich kruden Staffeln 3 und 4, einem Ableger, der niemanden interessiert hat, will mir nicht in den Kopf, warum B&C plötzlich ein großer Erfolg werden sollte. Von den Argumenten wie die Zurückbesinnung auf das, was BSG groß gemacht hat und den Versprechungen von mehr Weltraumaction bekomme ich keine großen Freudenzuckungen, da ich mich mitunter frage, wie man in dem doch recht eingeschränkten BSG-Universum mit Military-Drama noch großartig Neues erzählen will?


Ich lasse mich gern überraschen, wenn es qualitativ gut und finanziell ein Erfolg wird, dann bin ich natürlich auch happy. Falls nicht und damit das "Franchise" letztendlich eingeht oder mir der neue Ableger nicht gefällt, mache ich auf jeden Fall kein Fass auf, wie jüngst die Stargatefans. Gibt genügend andere Serien da draußen, die mich teilweise weit mehr als BSG beeindruckt haben. Ansonsten kann ich mich dem 2. Absatz von Stormking nur anschließen.
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#6 Mitglied ist offline   wrath-of-math 

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01. März 2011 um 18:15 Uhr

Beitrag anzeigenStormking, on 01. März 2011 um 16:47 Uhr, said:

Ich kann allerdings verstehen, daß Leute, die eine Menge Arbeit und Herzblut in eine Website namens "Caprica City" gesteckt haben, das möglicherweise etwas anders sehen.

Nicht nur die.

Wenn ich meine Motivation hinter der Hoffnung, das B&C ein Erfolg wird, mal ehrlich hinterfrage, muss ich zugeben, dass ich nicht wirklich ein brennendes Bedürfnis nach weiteren Geschichten aus dem BSG-Universum habe. Die Geschichte ist eigentlich bereits fertig erzählt, alles andere ist nur ein Bonus. Ich würde es allerdings durchaus begrüßen, würde das Forum wieder ein wenig aufleben. Wenn eine weitere Auswälzung des Franchises (ich mag das Wort ja) das Mittel dazu ist, soll es mir recht sein, solange das Resultat nicht allzu schlecht ausfällt.

Steht das Battlestar-Franchise also vor seinem Ende? Ja, auf jeden Fall. Nur ob das Ende demnächst, oder erst nach ein paar Staffeln Blood & Chrome kommt, ist noch die Frage. ;) Spätestens dann ist aber wirklich alles erzählt.
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#7 Mitglied ist offline   Bernard Sheyan 

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01. März 2011 um 21:14 Uhr

Hallo zusammen!

Eigentlich hatte ich ja dem Forum meinen aktiven Rücken gekehrt, doch dieses Thema ist es einfach wert, dass ich mein 50ct dazu schreibe.

BSG, Battlestar, das alles war hier in Deutschland eine, man verzeihe mir den Ausdruck, wenig beworbene SciFi-Randerscheinungen auf einem grottenüblen Sendeplatz mit einer selten dämlichen Sendepolitik, und den Rest von Europa können wir getrost auch vergessen. Wenn man sich vorstellt, dass man sogar Plastikmodelle zu Phantasiepreisen über den großen Teich schippern lassen muss, also Franchise, Vermarktung sieht anders aus. In Amerika ist die Situation nicht ganz so schlimm, aber Grace Park hat es mal gut auf den Nenner gebracht: Wenn ich in den USA in ein Restaurant gehen würde, würden die Leute höchstens sagen: Was ist das für eine Chinesin. Somit ist auch un den USA der Bekanntheitsgrad nicht besonders hoch wie es scheint. Immerhin, BSG hatte seine Fans, die mehr oder weniger Staffeln mochten und mehr oder weniger zufrieden waren (wenn man bedenkt, was alles geplant war und wieder fallengelassen wurde....!). Dann das unglückselige Ende, ein wirklicher Schlussstrich, der keinen Spielraum lies. Ein schwerwiegender Fehler.

BSG war vorbei und man versuchte die "Marke" weiter auszuschlachten, leider dieses Mal mit Dingen und Geschichten, die so gar nicht zu dem passte, was man gemeinhin mit BSG oder Galactica in Verbindung brachte, und Caprica war geboren. Dass die Serie, auf einem ausgesprochenen SciFi-Sender gezeigt, keinen rechten Anklang gefunden hat wundert mich ehrlich gesagt nicht. Potential hätte sie ja gehabt, aber sie war wohl eher für ein anderes Publikum gedacht, als den SciFi-Fan. Es ging um Religion, Wirtschaft, Kapitalismus und alles, was Denverclan oder auch Dallas hatte. Aber das war eben KEIN Galactica.

Mit Blood & Chrome, ein schrecklicher Titel wie ich finde, versucht man nun den komatösen Patienten Galactica zu reanimieren. Fortsetzen kann man es ja nicht, dank des "genialen" Endes, also tut man das zweitbeste, man vertieft sich in pure Weltraumaction, den ersten Cylonischen Krieg (Deshalb hätte mir BSG: Cylon Wars als Titel mehr gegeben). Um den Wiedererkennungswert zu steigern wurde ein altbekanntes Gesicht ausgegraben: William "Husker" Adama als Frischling auf der Galactica. Erinnert mich jetzt ein wenig an "Die Abenteuer des jungen Indiana Jones". Auch diese Serie hat Potential, vielleicht sogar mehr als BSG, wenn man es nicht versemmelt (was ich aber befürchte). Und was kommt danach? Dann ist alles erzählt und die Kuh tot, genau wie es wrath-of-math angeregt hat.

Die "Idee" Galactica war schon damals bei der originalen Serie hervorragend. BSG war (vom mystischen teil abgesehen) ein würdiger, erschreckend realistischer Remake, lässt aber nicht den Spielraum, den einem das StarTrek-Universum oder StarWars bietet.
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#8 Mitglied ist offline   Stormking 

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01. März 2011 um 21:30 Uhr

Beitrag anzeigenBernard Sheyan, on 01. März 2011 um 21:14 Uhr, said:

Auch diese Serie hat Potential, vielleicht sogar mehr als BSG, wenn man es nicht versemmelt (was ich aber befürchte). Und was kommt danach? Dann ist alles erzählt und die Kuh tot, genau wie es wrath-of-math angeregt hat.

Das liegt doch aber einfach daran, daß die Welt von "Battlestar Galactica" von Anfang an kein so offenes, buntes, irgendwie auch beliebiges Universum war wie etwa das von Star Trek oder Stargate. Der ganze Weltenentwurf von BSG war auf *eine* lange Geschichte angelegt und nicht auf eine beliebige Anzahl kürzerer Geschichten.
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#9 Mitglied ist offline   Bernard Sheyan 

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01. März 2011 um 21:32 Uhr

Beitrag anzeigenStormking, on 01. März 2011 um 21:30 Uhr, said:

Das liegt doch aber einfach daran, daß die Welt von "Battlestar Galactica" von Anfang an kein so offenes, buntes, irgendwie auch beliebiges Universum war wie etwa das von Star Trek oder Stargate. Der ganze Weltenentwurf von BSG war auf *eine* lange Geschichte angelegt und nicht auf eine beliebige Anzahl kürzerer Geschichten.


Nichts Anderes steht in meinem letzten Absatz.
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#10 Mitglied ist offline   Starbori 

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14. März 2011 um 17:48 Uhr

Wenn man sich die enttäuschende Resonanz/Beteiligung nicht nur in diesem Thread, sondern auch
in anderen Threads hier auf Caprica-City zu den beiden BSG-Prequels Caprica und Blood & Chrome
anschaut, dann stellt sich die Frage eigentlich schon fast nicht mehr.

Anscheinend steht das BSG-Franchise nicht vor seinem Ende, sondern ist schon ein/zwei Schritte weiter.

Das ist mehr wie erstaunlich, denn wo immer man als SciFi-Fan auf Gleichgesinnte trifft, wird die BSG-Serie
in den höchsten Tönen gelobt. Man ist begeistert von der düsteren Echtheit der visuellen Darstellung, liebt
die feinstrukturierten Charaktere und ihre "menschlich/zylonischen" Macken, ist von der Handlung gefesselt,
ja man spürt und atmet die Einzigartigkeit des BSG-Universums.

Das für viele Fans enttäuschende BSG-Prequel Caprica konnte dagegen keinen Anklang finden, und somit
dem BSG-Franchise auch keinerlei neuen Impulse geben.

Trotz meiner vorhandenen Skepsis gegenüber diesem "eigenwilligen" BSG-Prequel, habe ich natürlich
den Pilotfilm von Caprica und auch die erste Staffelhälfte angesehen, um vielleicht doch in die neue Serie
reinzuflutschen, um eine serientypische Bindung aufzubauen. Irgendwie habe ich einfach nicht den richtigen
Draht gefunden, die Abzweigung zum Dabeibleiben, oder den Zündfaden....der mich für diese Serie erwärmen
könnte.
Nein....nichts blieb richtig hängen, nicht die Hauptstory und auch nicht die Charaktere, zu viel BSG-fremdes
Einerlei, zu wenig echtes BSG-Feeling und BSG-Charme. Es fühlt sich nicht nach BSG an, es schmeckt nicht
wie BSG, es ist nicht BSG.

Dabei ist Caprica wahrscheinlich keine wirklich schlechte SciFi-Serie, aber auch nicht gut genug um sich ohne
den großen Bruder BSG zu tragen, oder die BSG-Fans bei der Stange zu halten. Dazu fehlt dem eigenwilligen
BSG-Prequel Caprica einfach der erzählerische Schwung, die einprägenden plakativen Szenen, und eine
eigenständige, handlungsoffene Zukunft.

Wer möchte schon zb. nach der fünften Staffel von Babylon 5, die Vorgeschichte von Babylon 5 in weiteren
fünf Staffel sehen, ich wage zu behaupten.....kaum einer, keiner möchte einen alten Kaffee mit aufgefrischter
Milch gereicht bekommen.

Ob nun ausgerechnet Blood & Chrome dem angeschlagenen BSG-Franchise, nach diesem Dallas/Denver-
Experiment mit viel religiösem BlaBla wieder auf die Beine helfen kann, wird sich zeigen......ich halte es für
recht unwahrscheinlich.

Dazu fehlt dem zweiten BSG-Prequel, wie auch schon dem "Vorläufer" Caprica, eine unabhängige und
ergebnisoffene Geschichte mit einem Mythos/Geheimnis, dass den BSG-Fan bis zur Enthüllung an den
Bildschirm fesselt.

Mit galaktischen Grüßen Starbori :redeye:
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#11 Mitglied ist offline   Stormking 

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15. März 2011 um 10:19 Uhr

Beitrag anzeigenStarbori, on 14. März 2011 um 17:48 Uhr, said:

Wenn man sich die enttäuschende Resonanz/Beteiligung nicht nur in diesem Thread, sondern auch in anderen Threads hier auf Caprica-City zu den beiden BSG-Prequels Caprica und Blood & Chrome anschaut, dann stellt sich die Frage eigentlich schon fast nicht mehr.

Sehe ich nicht so. Was soll es denn derzeit groß an "Resonanz" geben? Der Pilot ist abgedreht und nun warten wir alle auf den ersten Trailer bzw. darauf, daß das gottverdammte Ding endlich ausgestrahlt wird.

Beitrag anzeigenStarbori, on 14. März 2011 um 17:48 Uhr, said:

Ob nun ausgerechnet Blood & Chrome dem angeschlagenen BSG-Franchise [...] wieder auf die Beine helfen kann, wird sich zeigen......ich halte es für recht unwahrscheinlich.

Dazu fehlt dem zweiten BSG-Prequel, wie auch schon dem "Vorläufer" Caprica, eine unabhängige und ergebnisoffene Geschichte mit einem Mythos/Geheimnis, dass den BSG-Fan bis zur Enthüllung an den Bildschirm fesselt.

Au contraire, mon capitan! Die Mythen und Geheimnisse waren für BSG der (qualitative) Untergang! Ihre Glanzzeiten hatte die Serie, als es sich hauptsächlich um knallharte, politische Military-SciFi handelte. Nachdem die kosmischen Rätsel in den Vordergrund traten, ging es rapide bergab.

Insofern hoffe ich, daß man den Quark diesmal sein lässt.
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#12 Mitglied ist offline   penumbra 

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15. März 2011 um 11:07 Uhr

Um darauf auch noch mal einzugehen: "Franchise" und "Fandom" sind im BSG-Kontext sicher nicht deckungsgleich. Sie liegen aber näher zusammen als bei "Star Trek" oder dem Whedonverse. Nicht zuletzt, da sich letztlich alles auf eine Serie (Ronald D. Moores Re-Imagining) reduziert. Insofern dürfte Pedda den Begriff relativ austauschbar verwenden.

Bin ich ein Fan des Fandoms? Nicht unbedingt. Trotzdem habe ich einige Jahre meines Lebens aktiv darin mitgemischt. So wie alle, die in diesem Thread gepostet haben. Auch diejenigen, die sagen, dass ihnen das Fandom egal ist. Offensichtlich wird es also doch einen Reiz der BSG-Community gegeben haben. Was eigentlich schon überraschend genug ist - immerhin gab es ja letztlich nur alle paar Jahre mal eine Hand voll Episoden.

"Battlestar Galactica" hat polarisiert. Auf sehr, sehr vielen Ebenen. Für mich war es tatsächlich eines der besonderen Merkmale, dass die Diskussionen rund um BSG so facettenreich waren und mit kontroversen und konträren Meinungen geführt wurden. Wie Stormking schon schrieb, ging dieses Element irgendwann im Verlauf der dritten Staffel langsam verloren. Und eigentlich hat sich schon seit jener Zeit abgezeichnet, dass das Frandom™ ein Haltbarkeitsdatum hat. Nicht wegen Quoten sondern wegen simplen, inhaltlichen Aspekten.

Trotz hoher Ambitionen konnte auch "Caprica" diesen Funken nicht mehr zünden. Die Serie war nicht schlecht. Ich habe sie sogar weitestgehend sehr genossen. Allein, ich wusste nicht, was ich groß dazu hätte sagen und schreiben sollen. Vielleicht schafft es "Blood & Chrome" etwas von dem alten Charme einzufangen. Trotz allem hat die Serie den Beigeschmack eines sehr verzweifelten Wiederbelebungsversuchs.


Und zuletzt: Natürlich sehen "wir" als (ehemalige) Mitarbeiter von "Caprica City" das alles noch einmal anders. In dieses Projekt, das Fandom allgemein und das Franchise als Ganzes ist sehr viel Herzblut geflossen. Das gilt für mich, ebenso wie Pedda, Lex und alle, die vorher da waren.

Ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich schreibe, dass wir uns sehr ernsthaft gefragt haben, ob Caprica City als Website und Community noch Sinn ergibt. Ich für meinen Teil habe letztlich einen Schlussstrich gezogen, weil die Arbeit hier kaum noch etwas Lohnenswertes hatte. So sehr ich auch hoffe, dass sich die Situation in ein paar Monaten ändern mag. Die Enttäuschung über das zähe, langsame Aus des Fandoms ist groß. Und ich wollte nicht, dass sie viele der schönen Erinnerungen überschattet.

Die ursprüngliche Frage im Thread-Titel kann ich letztlich nur mit dem selben "Ja" beantworten, dass auch wrath schon gegeben hat.
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#13 Mitglied ist offline   Starbori 

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15. März 2011 um 16:51 Uhr

Beitrag anzeigenStormking, on 15. März 2011 um 10:19 Uhr, said:

Sehe ich nicht so. Was soll es denn derzeit groß an "Resonanz" geben? Der Pilot ist abgedreht und nun warten wir alle auf den ersten Trailer bzw. darauf, daß das gottverdammte Ding endlich ausgestrahlt wird.

Nun, aus diesem Grund habe ich auch das BSG-Prequel Caprica mit angesprochen, und da hielten
sich die Beiträge, wenn ich mich richtig erinnere, doch in einem sehr "überschaubaren" Rahmen.
Zumal viele bekannte Mitglieder dieses Forums, die während der BSG-Serie noch sehr aktiv waren,
Caprica mit keinem Kommentar begleitet haben, was ich sehr bedaure.

Beitrag anzeigenStormking, on 15. März 2011 um 10:19 Uhr, said:

Au contraire, mon capitan! Die Mythen und Geheimnisse waren für BSG der (qualitative) Untergang! Ihre Glanzzeiten hatte die Serie, als es sich hauptsächlich um knallharte, politische Military-SciFi handelte. Nachdem die kosmischen Rätsel in den Vordergrund traten, ging es rapide bergab.

Ach ja, so verschieden kann man eben an eine SciFi-Serie herangehen, und sicherlich wird es Dich
nicht wundern, dass ich Deine Meinung nicht ganz teile. Für mich war die BSG-Serie immer eine
gewollt/gelungene Mixtur einer überaus realwirkenden Military-SciFi, ein politisches SciFi-Drama,
plus den eingestreuten mythischen Elementen und den daraus resultierenden Geheimnissen
(zb. die Prophezeiungen der Pythia, das Opernhaus, die Final Five, der dreizehnte Stamm, die Erde,
die Head-Wesen, die Götter von Kobol).

Nach meiner Meinung waren es eben nicht die eingewebten Mythen und ihre Geheimnisse, die ursächlich
für die von Dir beschriebene Situation verantwortlich waren, sondern ihre teilweise enttäuschende, teils
sehr peinliche Auflösung und ihre verflachende Verwendung in den letzten beiden Staffeln.

Letztendlich kann man frei nach William Shakespeare sagen....."Es war die Nachtigall und nicht die Lerche!"

Mit galaktischen Grüßen Starbori :redeye:
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#14 Mitglied ist offline   redsimon 

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15. März 2011 um 16:56 Uhr

Ich glaube, nur eins kann das ganze wieder mit Leben erwecken:
Wenn im Kino ein erfolgreicher Galactica-Film läuft (der ja noch immer in den Sternen steht).
Ansonsten wird es wohl bis zu einem neuen Reboot der Serie im Fernsehen dauern, in 20-40 Jahren.

Zwar stimmt es, das BSG in den ersten beiden Staffeln mit Politik und Militäraction am interessantesten war (auch wenn der Rest für mich fast genauso interessant war, denn ich mag die Mischung von SF und Mystery), aber das kann auch ein Prequel IMO nicht wieder einfangen. Ich glaube, daß nichts, was nicht mit dem Kern von Galactica, nämlich der Flucht einer Flotte überlebender vor Zylonen, zusammenhängt, großen Erfog haben kann.
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#15 Mitglied ist offline   Der RvD 

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15. März 2011 um 20:57 Uhr

Ich halte es im wesentlichen mit Stormking: Galactica war am besten als Militär-SciFi v.a. in der ersten Staffel. Da waren die Handlungsstränge und die Motivation der Charaktere nachvollziehbar und stets hochspannend inszeniert. Diesen Mysterienkrams, wie er vor allem das Ende der Serie ausgemacht hat, kann man wohl bringen. Man sollte nur im vonherein wissen, wo die Reise denn hingehen soll (man denke sich hier die obligatorische JMS-Lobpreisung ;)). Und die Möglichkeit, dass das der Fall gewesen sein sollte, sah ich spätestens mit Spoiler "Bob Dylan war ein Zylone" dahinschwinden.

Lange Rede, kurzer Sinn: dass B&C offenbar wieder die Militär-SF-Schiene fahren will? Gute Idee.


Ach ja: "Fandom" und "Franchise" sehe ich eigentlich immer voneinander getrennt. "Franchise" sind Rechteinhaber. "Fandom" sind, in Ottos Worten, "vier alle".
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#16 Mitglied ist offline   Stormking 

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16. März 2011 um 10:28 Uhr

Starbori sagte:

Für mich war die BSG-Serie immer eine gewollt/gelungene Mixtur einer überaus realwirkenden Military-SciFi, ein politisches SciFi-Drama, plus den eingestreuten mythischen Elementen und den daraus resultierenden Geheimnissen (zb. die Prophezeiungen der Pythia, das Opernhaus, die Final Five, der dreizehnte Stamm, die Erde, die Head-Wesen, die Götter von Kobol).

Nach meiner Meinung waren es eben nicht die eingewebten Mythen und ihre Geheimnisse, die ursächlichfür die von Dir beschriebene Situation verantwortlich waren, sondern ihre teilweise enttäuschende, teils sehr peinliche Auflösung und ihre verflachende Verwendung in den letzten beiden Staffeln.

Ich fand seinerzeit die Mystery-Elemente auch interessant. Roslins Visionen, Leobens Theo Babble, die Head-Figuren. In Staffel 1 und 2 hat einfach die Dosis gestimmt. Spätestens ab dem Algenplaneten in Staffel 3 nahm das dann aber überhand und begann nach und nach, die Handlung zu dominieren. Das fand ich damals schon nicht so gut, bei einer gelungenen Auflösung hätte ich mich aber damit noch anfreunden können. Wir wissen alle, was stattdessen kam ...
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#17 Mitglied ist offline   Starbori 

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16. März 2011 um 13:42 Uhr

Beitrag anzeigenStormking, on 16. März 2011 um 10:28 Uhr, said:

Ich fand seinerzeit die Mystery-Elemente auch interessant. Roslins Visionen, Leobens Theo Babble, die Head-Figuren. In Staffel 1 und 2 hat einfach die Dosis gestimmt. Spätestens ab dem Algenplaneten in Staffel 3 nahm das dann aber überhand und begann nach und nach, die Handlung zu dominieren. Das fand ich damals schon nicht so gut, bei einer gelungenen Auflösung hätte ich mich aber damit noch anfreunden können. Wir wissen alle, was stattdessen kam ...

Da stimme ich Dir vollkommen zu, das meinte ich, das war meine Intention.

Am Ende der Veranstaltung entpuppten sich zb. die Prophezeiungen der Pythia, oder die Götter von Kobol,
leider nur als hohle Randnotiz, als Platzhalter einer nicht durchdachten Geschichte, das Geheimnis/Enthüllung
des Opernhauses wurde zum peinlichen Theaterstück, und die mit reichlich Tamtam inszenierten "Final Five"
zu einer normalen Alt-Zylonen-Combo. ;)


Mit galaktischen Grüßen Starbori :redeye:
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#18 Mitglied ist offline   Bernard Sheyan 

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16. März 2011 um 19:44 Uhr

Ein wenig Mystery wäre ja nicht schlecht gewesen, aber Engel und der Wille Gottes als Universalerklärung war dann für mich ein wenig ZU mystisch.

Die Prophezeiung der Pytia, die Götter von Kobol, das alles hatte unglaubliches Potential und alles wurde versiebt.
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#19 Mitglied ist offline   Starbori 

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16. März 2011 um 22:47 Uhr

Beitrag anzeigenBernard Sheyan, on 16. März 2011 um 19:44 Uhr, said:

Ein wenig Mystery wäre ja nicht schlecht gewesen, aber Engel und der Wille Gottes als Universalerklärung war dann für mich ein wenig ZU mystisch.

Die Prophezeiung der Pytia, die Götter von Kobol, das alles hatte unglaubliches Potential und alles wurde versiebt.

Stimmt, eigentlich hat eine "durchdachte" und wohldosierte Prise Mystery noch keiner SciFi-Serie geschadet,
aber leider hat RDM das über mehrer BSG-Episoden/Staffeln aufgbaute Potential gründlich versemmelt.

Mit galaktischen Grüßen Starbori :redeye:
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#20 Mitglied ist offline   Bernard Sheyan 

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17. März 2011 um 05:21 Uhr

Beitrag anzeigenStarbori, on 16. März 2011 um 22:47 Uhr, said:

Stimmt, eigentlich hat eine "durchdachte" und wohldosierte Prise Mystery noch keiner SciFi-Serie geschadet,
aber leider hat RDM das über mehrer BSG-Episoden/Staffeln aufgbaute Potential gründlich versemmelt.

Mit galaktischen Grüßen Starbori :redeye:


Vor allem, ich habe ja mit meinem alternativen Ende bewiesen, dass sich selbst Mystery noch halbwegs logisch erklären lässt.
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